Christopher Reitz – 10 Jahre im Familienunternehmen

Lesezeit: ca.: 4 Minuten

 

Teil 1: 10 Jahre REITZ – mein Weg im Familienunternehmen

Zehn Jahre im Familienunternehmen – wenn ich heute zurückblicke, staune ich selbst, wie viel sich in dieser Zeit entwickelt hat.

 

Christopher_Reitz_10Jahre

Christopher Reitz trat vor 10 Jahren ins Familienunternehmen ein.

2016 habe ich meinen Abschluss als Maschinenbau-Techniker und Betriebswirt gemacht und bin in unser Unternehmen eingestiegen. REITZ war für mich nie nur ein Arbeitsplatz. Es war von Anfang an ein Ort der Möglichkeiten. Ein Ort, an dem Verantwortung, Geschichte und Zukunft eng miteinander verbunden sind. Trotzdem konnte ich damals noch nicht absehen, welche Dynamik diese Jahre nehmen würden. Ich erinnere mich gut an gemeinsame Reisen mit meinem Vater in viele Steinbrüche dieser Welt. Seit ich drei Jahre alt war, habe ich ihn regelmäßig in den Betrieb begleitet und dort spielerisch den Maschinenbau entdeckt.


Vom Mitlaufen zum Mitgestalten

Und auf einmal war ich mittendrin: auf einmal die Verantwortung für die Inbetriebnahme von Halle 6; auf einmal Kundentermine. Mein Vater übertrug mir bewusst Aufgaben, an denen ich wachsen konnte, mich aber vor allem erstmal beweisen musste. Als ich begann, beschäftigten wir knapp 95 Mitarbeitende. Heute sind es über 200 – Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit verschiedenen Lebenswegen und Erfahrungen. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir Fachkräfte aus der ganzen Welt integrieren und gemeinsam erfolgreich arbeiten. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt – mit seinen Fähigkeiten, aber auch mit seiner Persönlichkeit. Meine Tür steht bis heute offen. Familienunternehmen eben.

Parallel zum personellen Wachstum ist auch unsere Infrastruktur gewachsen. Aus fünf Hallen wurden neun. Jede Erweiterung war ein bewusster Schritt nach vorn – getragen von dem Anspruch, technologisch mitzuhalten und gleichzeitig unsere Wurzeln in Aßlar zu stärken.

Reitz_Christopher_Egbert_2015
Egbert Reitz mit Junior Christopher im Jahr 2016   


Technologie ist kein Selbstzweck 

In den vergangenen Jahren haben wir gezielt investiert. Allein zuletzt kamen mehrere neue Bearbeitungsmaschinen hinzu: zwei Anlagen für die Ringsum-Bearbeitung, eine neue Brückensäge für Platten bis 8 x 5 Meter sowie eine Konturen-Seilsäge für außergewöhnliche Formen. Damit können wir komplexere Bauteile schneller und wirtschaftlicher fertigen, präziser arbeiten und unsere Lieferzeiten weiter verkürzen. Die höhere Genauigkeit reduziert Nacharbeit, steigert die Effizienz und stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Technologie ist für mich dabei kein Selbstzweck. Sie muss unseren Kunden echten Mehrwert bieten und unseren Mitarbeitenden moderne, sichere Arbeitsbedingungen ermöglichen. Trotz Automatisierung haben wir zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen – mehr als zehn neue Stellen allein durch die erweiterten Fertigungsmöglichkeiten.


Wachstum ist mehr als Quadratmeter

Auch inhaltlich haben wir uns weiterentwickelt. Mit dem Geschäftsbereich Motion Systems haben wir unser Know-how konsequent ausgebaut und unser Angebot strategisch erweitert. Wir denken heute stärker in Systemlösungen und verbinden Präzisionsgranit, Bewegungstechnik und Montage zu ganzheitlichen Konzepten. Ja, wir agieren als Familienunternehmen technologisch auf internationalem Niveau.

Neben Wachstum und Innovation spielt Verantwortung eine zentrale Rolle. Wir treiben die Digitalisierung voran, gestalten Prozesse zunehmend papierlos und optimieren Abläufe kontinuierlich. Gleichzeitig haben wir zwei über 30 Jahre alte Maschinen ersetzt und unseren Standort vollständig auf Solarstrom umgestellt. Mit einer jährlichen Stromerzeugung von rund 650.000 kWh sind wir weitgehend autark und investieren weiter in zukunftsfähige Energiekonzepte.


Familie bleibt das Fundament
 

Bei allem Fortschritt bleibt eines unverändert: REITZ ist und bleibt ein Familienunternehmen. Mein Vater begleitet mich weiterhin als Berater, meine Frau Jannike verantwortet den Personalbereich. Meine Mutter war über Jahre die gute Seele des Unternehmens und kümmert sich heute nicht nur um die Enkel, sondern ist weiterhin wichtiger Rückhalt für meinen Vater und mich. Familie ist bei uns nicht nur Teil der Geschichte, sondern Teil der täglichen Zusammenarbeit.

Was nehme ich aus diesen zehn Jahren mit? Wachstum bedeutet mehr als neue Hallen oder Maschinen. Es bedeutet Vertrauen – nicht nur von Kunden, sondern Vertrauen in das Team, in die eigene Entscheidungskraft und in die gemeinsame Zukunft.

Die nächsten Jahre werden geprägt sein von weiteren Investitionen in Liefertreue, Qualität und stärkere Systemkompetenz. Das bedeutet wiederum neue Fertigungskapazitäten, vielleicht gar eine Standorterweiterung. Gleichzeitig werden wir das bewahren, was uns seit jeher trägt: den Weg als starker vertrauensvoller Partner mit unseren Kunden weiterzugehen. Ich bin bereit!

 

 

Werde Teil des REITZ Teams!

Ulrike Herr

Geposted von Ulrike Herr am 19. März 2026

Zurück zum Blog

Keinen Artikel verpassen

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erfahren Sie zuerst, was es Neues gibt.